Feuerwehr Dörentrup

Wohnhausbrand

Datum: 24. September 2018 
Alarmzeit: 13:05 Uhr 
Alarmierungsart: DME 
Dauer: 15 Stunden 55 Minuten 
Art: Brand 
Einsatzort: Spork, Obere Straße 
Mannschaftsstärke: 150 
Fahrzeuge: 0-ELW1-1, 1-HLF20-1, 1-MTF-1, 1-RW1-1, 2-MLF, 3-GW-L1, 3-TLF4000-1, 4-HLF20-1, 4-MTF-1, DÖR Leiter, LIP GW 
Weitere Kräfte: Christoph 13 (RTH), FL BAR 1 SW2000, FL BAR 1 TLF4000, FL BAR 2 LF16TS, FL BAR DLK23, FL BLO 1 TLF4000, FL BLO 4 LF20 Kats, FL BLO 5 ELW1, FL BLO 5 TSF-W, FL BLO Leiter V 2, FL EXT 1 LF 1, FL EXT 1 TLF4000, FL EXT 2 LF20, FL KLT 1 TLF4000, FL KLT 9 LF20, FL KLT 9 MTF, FL KLT 9 TLF2000, FL LEM 1 DLK23, FL LEM 1 LF20 Kats, FL LEM 2 ELW1, FL LEM 2 LF10, FL LEM 7 TLF4000, FL LEM AB-SChlauch, FL LEM WLF26, FL LEM WLF26-KR, FL LIP Leiter V, FL LIP WLF26-2, FL SZU 9 TLF4000, LIP EE 2 KTW-B 2, RD LEM 1 NEF 2, RD LEM 1 RTW 1, RD LIP RTW1, RK LEM RTW 


Einsatzbericht:

Die Feuerwehr Dörentrup, der Rettungsdienst und die Polizei wurde am Montag den 24. September um 13:05 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Zimmerbrand“ in die „Obere Straße“ im Ortsteil Spork alarmiert.
 
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen das Erdgeschoss und das Dachgeschoss bereits in Vollbrand.
Vom ersteintreffenden Fahrzeug (HLF Zentrum) wurde umgehend ein Löschangriff mit C-Rohren eingeleitet.
Die erste Erkundung ergab, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden, eine schwer verletzte Frau wurde vor dem Wohnhaus angetroffen, welche bereits von einem zufällig privat am Unfallort anwesenden Rettungsdienstmitarbeiter betreut wurde. Nach dem Eintreffen des RTW und NEF übernahmen diese die Patientin.
Die Verletzte wurde anschließend mit schweren Verbrennungen mit dem Rettungshubschrauber Christoph 13 in eine auf Verbrennungen spezialisierte Klink geflogen.
 

Nach dem Feuer in einem Wohnhaus in Dörentrup-Spork geht es der schwer verletzten Bewohnerin mittlerweile etwas besser. Die 76-Jährige schwebt nach Polizeiangaben nicht mehr in Lebensgefahr. Das Feuer war am  Montag vergangener Woche an der Oberen Straße ausgebrochen. Der Schaden liegt bei etwa 250.000 Euro, teilte die Polizei mit. Dass jemand das Haus angezündet hat, schließen die Ermittler aus. Weil das Gebäude bis auf die Grundmauern abgebrannt ist, lässt sich die genaue Brandursache aber nicht mehr feststellen. Rund 150 Feuerwehrleute waren bei dem Brand im Einsatz. Sie konnten verhindern, dass die Flammen noch auf ein Nachbarhaus übergriffen. Die Bewohnerin musste damals mit lebensgefährlichen Brandverletzungen per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Stand: 02.10.2018 ©Radio Lippe

 
In der Zwischenzeit wurde eine Wasserversorgung über Unterflurhydranten aufgebaut und weitere Rohre zum Schutz der umstehenden Gebäude eingesetzt.
Da zu diesem Zeitpunkt, aufgrund der starken Hitzeentwicklung und der Windverhältnisse, ein Übergreifen auf die umstehenden Häuser zu befürchten war, mussten diese evakuiert werden.
Um ein Übergreifen zu verhindern, wurden weitere Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus den umliegenden Feuerwehren zur Unterstützung angefordert.
Mittlerweile war für die vorgenommenen Strahlrohre die Wasserversorgung der Unterflurhydranten nicht mehr ausreichend, aus diesem Grund wurde die Löschwasser-Komponente (LöWa) der Feuerwehr Lemgo und weitere Tanklöschfahrzeuge, zwei Schlauchwagen sowie Atemschutzgeräteträger nachgefordert.
 
Aufgrund der massiven Brandausbreitung unterhalb der selbstgebauten Wellblecheinhausung kam es zu einer Durchzündung.
Die Lage zwischen den Wohnhäusern wurde immer unübersichtlicher und führte zu einer massiven Gefährdung.
Daraufhin wurde die Riegelstellung auf weitere 5 C-Rohre und einem 1 B-Rohr erweitert.
Mit intensiver Anstrengung der Einsatzkräfte konnte ein übergreifen der Flammen auf die umstehenden Wohnhäuser verhindert werden.
 
Durch den Pendelverkehr der TLF4000 und den Einsatz der LöWa konnte die Wasserversorgung stabilisiert werden, sodass aus allen eingesetzten Rohren eine Brandbekämpfung durchgeführt werden konnte.
Zusätzlich wurde über die Drehleiter der Feuerwehr Barntrup das umstehende Wohnhaus gekühlt und über die Drehleiter der Feuerwehr Lemgo eine Brandbekämpfung durchgeführt.
 
Nach rund 2 Stunden, um 14:52 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden.
Um die von den Bewohnern selbstgebauten Einhausungen aus Wellblech zu öffnen, wurde ein Bagger vom Bauhof der Gemeinde Dörentrup zur Einsatzstelle beordert. Diese Maßnahme war erforderlich, um an die vielen Glutnester heranzukommen.
 
Bei den Nachlöscharbeiten wurde festgestellt, dass sich ein Gasanschluss, sowie der Stromanschluss im früheren Hauswirtschaftsraum befanden, dieser Gasanschluss war undicht, daraufhin strömte permanent Gas aus, welches sich entzündete und dadurch abgefackelt wurde.
Aufgrund des Brandschutts war ein lokalisieren und schließen des Gashaupthahns nicht mehr möglich.
Aus diesem Grund wurde der Gas- und Stromversorger zur Einsatzstelle bestellt, erst nach aufwendigen Baggerarbeiten konnte die Gasversorgung zum Wohnhaus gekappt werden.
Durch den Brand wurden auch Wasserleitungen in dem Gebäude zerstört. Das Wasserwerk der Gemeinde Dörentrup konnte mittels eines Abschieber die Wasserzufuhr zu dem Objekt schließen.
 
Abschließend wurde nach umfangreichen Nachlöscharbeiten die komplette Brandstelle mit Schwerschaum geflutet, um ein aufflammen von Glutnester zu verhindern. Eine Brandwache wurde über die Nacht bis 05:00 Uhr morgens eingerichtet.
Nach Abschluss der Brandwache wurde das betroffene Objekt mit Flatterband abgesperrt und an die Polizei zur Brandursachenermittlung übergeben.
 
Ein großer Dank geht an die Anwohner in der „Oberen Straße“, die unsere Einsatzkräfte bis in die Nacht hinein ausreichend mit Getränken und anderen Kleinigkeiten gestärkt haben.